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Heilandskirche Sacrow

Die Heilandskirche in Sacrow ist ein beeindruckendes Kirchengebäude am Ufer des Jungfernsees im Potsdamer Ortsteil Sacrow. Sie wurde zwischen 1840 und 1844 nach Skizzen von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Plänen seines Hofarchitekten Ludwig Persius im italienisierenden Stil erbaut. Die Kirche ist bewusst einem am Ufer liegenden Schiff nachempfunden, mit einem freistehenden Glockenturm (Campanile), der an italienische Vorbilder erinnert.

Architektonisch zeichnet sich die Heilandskirche durch ihre gelben Backsteine mit blauen Fliesenbändern, eine Arkadenreihe an der Wasserseite und ein prächtiges Fresko im byzantinischen Stil in der Apsis aus. Im Inneren befinden sich unter anderem ein Taufbecken aus weißem Marmor und Holzstatuen der zwölf Apostel.

Die Heilandskirche ist nicht nur von großer architektonischer, sondern auch von historischer Bedeutung. Sie ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“. Ihre Lage direkt am Wasser inmitten des von Peter Joseph Lenné gestalteten Schlossparks Sacrow macht sie zu einem malerischen Ensemble.

Besondere Bedeutung erlangte die Kirche auch durch ihre Rolle während der deutschen Teilung: Von 1961 bis 1989 lag sie im Grenzgebiet der DDR, ihr Turm wurde als Wachturm genutzt und der Innenraum von Vandalismus gezeichnet. Nach dem Fall der Berliner Mauer wurde die Kirche aufwendig restauriert und ist heute wieder ein Ort für Gottesdienste, Konzerte und Trauungen sowie ein beliebtes Ausflugsziel. Im Jahr 1897 wurde auf dem Glockenturm die erste deutsche Antennenanlage für drahtlose Telegraphie errichtet, von der aus der erste Funkspruch Deutschlands gesendet wurde.

Heilandskirche Sacrow