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Kellertorwache

Die Kellertorwache in Potsdam war ein historisches Gebäude am Potsdamer Stadtkanal, das einst als Zoll- und Wachhaus diente. Ursprünglich wurde an dieser Stelle bereits 1722 eine Brücke mit der Anlage des Stadtkanals errichtet. Das Ensemble aus Tor und Wachhaus entstand 1788 unter Friedrich II. nach dem Abriss des hölzernen Kellertors. Die Architektur des Wachhauses, möglicherweise inspiriert von einem Musikpavillon im Garten der Madame du Barry, war nach außen repräsentativ gestaltet, während das Innere eher schlicht war.

Die Kellertorwache diente dazu, den Verkehr am Stadtkanal zu kontrollieren, desertierende Soldaten aufzuspüren und Akzise (eine Art Mehrwertsteuer) auf zu Wasser eingeführte Waren zu erheben. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude 1945 größtenteils zerstört.

In jüngerer Zeit, zwischen 2015 und 2017, wurde die Kellertorwache von einem privaten Investor nach historischem Vorbild wieder aufgebaut und dient heute als Wohnhaus. Auch ein Teil des Stadtkanals wurde in diesem Bereich wieder geöffnet. Die Rekonstruktion des Gebäudes trägt dazu bei, ein Stück der historischen Wasserstadt Potsdam wieder sichtbar zu machen.

Kellertorwache